Street Art in Chicago – Wabash Arts Corridor

5. November 2017
Street Art in Chicago – Wabash Arts Corridor

Street Art in Chicago

Vor Kurzem hat dich Svenja in ihrem Beitrag mit nach London genommen und hat dir gezeigt, was diese Stadt an Street Art zu bieten hat. In diesem Beitrag wird es ebenfalls um Kunst gehen. Ich werde heute nämlich meine Beitragsreihe fortsetzen und davon berichten, welche Street Art in Chicago besonders sehenswert ist.

Wabash Arts Corridor

Der Wabash Arts Corridor besteht seit etwa 2013. Sowohl Studenten des Columbia Art Colleges als auch verschiedene Künstler aus der ganzen Welt sorgen hier mit ihren Kunstwerken für eine Aufwertung des sonst so grauen Viertels im Süden des Loops.

Man sollte sich ruhig Zeit nehmen, wenn man hierherkommt. An jeder Ecke gibt es tolle Wandmalereien zu bestauen und etwas Neues zu entdecken. Ich habe leider den Fehler gemacht und gedacht, ich könnte mir das ja „mal eben noch anschauen“.  So habe ich sicher nicht alle Bilder gesehen, geschweige denn ausführlich betrachten können. Dennoch will ich dir zeigen, was ich „auf die Schnelle“ gesehen habe und hoffe, dass ich dir zumindest einen kleinen Eindruck der Street Art in Chicago vermitteln kann.

Zuerst habe ich das riesige Gemälde von Collin van der Sluijs entdeckt. Es erstreckt sich fast über eine gesamte Hauswand. Der Titel des Werkes ist „From Bloom to Doom“ und es zeigt zwei bedrohte Vogelarten aus der Region Illinois inmitten vieler bunter Blumen.

Direkt um die Ecke zieren zwei große Hirsche von Marina Zumi den unteren Teil eines Hauses. In ihren Kunstwerken versucht Zumi, menschliches Verhalten durch Natur und Tiere wiederzugeben. Ihr Wandbild in Chicago trägt den Namen „Impossible Meeting“.

“My motivation comes in my daily life. I try to reflect human behavior through natural and animal scenes”

Marina Zumi

Mein persönlicher Favorit und der Grund warum ich mich überhaupt erst auf den Weg zum Wabash Arts Corridor gemacht habe, ist das vergleichsweise etwas kleinere Kunstwerk von Jacob Watts. Das Bild zeigt einen Elch mit einer pinken Kaugummiblase und ist ein beliebtes Fotomotiv. Es lädt ja auch beinahe dazu ein, selber mit Kaugummiblase davor zu posieren.

Erst im Nachhinein habe ich gelesen, dass das Wandbild „Descending to Heaven“ von Darryll Schiff im Dunkeln leuchtet. Es besteht aus Vinyl und ist so ausgerichtet, dass man links im Hintergrund den Willis Tower (Sears Tower) sieht. Das ist sicher eindrucksvoll, wenn es nachts erleuchtet ist und ich ärger mich ein wenig, dass ich das nicht gesehen habe. Bei meinem nächsten Besuch werde ich das ganz sicher nachholen!

 Andere Wandmalereien

Neben dem Wabash Arts Corridor gibt es in Chicago natürlich noch weitaus mehr Street Art zu bestaunen und entdecken. So zum Beispiel die Flamingo Wall von Andrew Ghrist und JC Rivera. Sie wurde für den Flamingo Rum Club gestaltet und ist vor Allem bei Bloggern und auf Instagram sehr beliebt. Das habe ich mir also auch nicht entgehen lassen und war vor Ort tatsächlich nicht die Einzige.

Wie gesagt, ich habe mir insgesamt zu wenig Zeit für die Street Art genommen. Falls du dich also für Kunst interessierst, plane genug Zeit ein und mach dich auf den Weg. Es gibt überall etwas tolles zu sehen – nicht nur am Wabash Arts Corridor!

Kunst und so eben auch Street Art ist meiner Meinung nach sehr subjektiv. Deswegen will ich dir gar nicht sagen: „Das musst du dir auf jeden Fall angucken“. Aber ich hoffe dennoch, dass du jetzt Lust hast, die Street Art in Chicago selber zu erkunden. Oder warst du sogar schonmal dort? Dann sag mir gerne, was dir am besten gefallen hat. Da ich ja selber noch lange nicht alle Malereien entdeckt habe, freue ich mich über Anregungen!

 

Könnte dir auch gefallen

Kommentar hinterlassen