Lass dich nicht k.-o.-tropfen! Tom Wlaschiha für den WEISSEN RING (*Anzeige)

3. September 2017
Lass dich nicht k.-o.-tropfen! Tom Wlaschiha für den WEISSEN RING (*Anzeige)

Heute möchten wir in Kooperation mit dem WEISSEN RING, Deutschlands größter Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität, auf ein sehr wichtiges Thema aufmerksam machen. Wie du im Titel wahrscheinlich schon gelesen hast, geht es um k.-o. Tropfen, ein narkotisierend wirkender Stoff, der einen kompletten Kontrollverlust auslöst und es dem Täter so erleichtert eine Straftat zu begehen. Der WEISSE RING engagiert sich schon seit Jahren für Opfer von Gewalttaten und bietet ihnen eine Anlaufstelle für Unterstützung und Beistand. Daneben klärt die Hilfsorganisation aber auch auf und wirbt für Kriminalprävention.

In der aktuellen Kampagne mit Tom Wlaschiha („Game of Thrones“) wird vor den Gefahren von k.-o. Tropfen gewarnt und auf die Hilfe vom WEISSEN RING aufmerksam gemacht. Uns hat die Kampagne sehr überzeugt, weshalb wir uns selbst mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Wir hatten die Möglichkeit mit einem Opfer über ihre Erfahrungen zu sprechen und einen Kriminalkommissar zum Thema k.-o. Tropfen zu befragen.

k.-o. Tropfen – ein Erfahrungsbericht

Ähnlich wie die junge Frau im Video war auch Anna* an einem Samstagabend mit ihren Freunden unterwegs. Zunächst waren sie in einer Bar, in der Anna 2-3 Gläser Wein getrunken hat – eine Menge, die sie normalerweise gut verträgt. Danach ist die Gruppe in einen nahegelegenen Club weitergezogen. Zu diesem Zeitpunkt ging es Anna noch gut. Im Club hat sie ein weiteres Getränk zu sich genommen und kam schnell mit einem jungen Mann ins Gespräch. Ihr Glas hatte sie dabei entweder in der Hand oder neben sich abgestellt. Nach einiger Zeit wollte Anna in einen anderen Club gehen, um dort weitere Freunde zu treffen. Sie ging zu ihren Freunden, um ihnen Bescheid zu geben und verließ den Club. Vor der Tür merkte sie allerdings, dass sich ihr Körper nicht mehr wirklich kontrollieren ließ. Wie fremdgesteuert lief sie in einen Hinterhof, wo sie sich direkt hinlegte und übergeben musste.

*Name geändert

Glücklicherweise waren ihr ihre Freunde gefolgt, da sie Anna nicht alleine losziehen lassen wollten. Sie sprachen mit ihr und baten sie beispielsweise ihren Kopf zu heben, was Anna zwar wie durch einen Schleier wahrnahm, aber nicht befolgen konnte. Ihre Freunde kontaktierten direkt Annas Eltern, die sie abholten und nach Hause brachten. Anna konnte weder selbständig laufen noch sitzen und musste daher von mehreren Personen getragen werden. Erzählungen ihrer Eltern zufolge, hatte sie die ganze Nacht über Herzrasen. Am nächsten Tag fehlten ihr viele Erinnerungen und sie hatte sowohl Kopf- als auch Gliederschmerzen. Erst am Montag ging sie zum Arzt, vielleicht weil sie nicht wirklich wahrhaben wollte, Opfer von k.-o. Tropfen geworden zu sein. Da war es jedoch schon zu spät jegliche Substanzen nachzuweisen, weswegen sie den gesamten Vorfall nicht zur Anzeige gebracht hat.

Leider werden nur sehr wenige Fälle von k.-o. Tropfen zur Anzeige gebracht. Wie im Fall von Anna, wird oft viel zu spät getestet, ob auch wirklich k.-o. Tropfen im Spiel waren. Bezüglich dieses Artikels war uns eine fachliche Meinung sehr wichtig, weshalb wir uns um ein Gespräch mit einem Kriminalkommisar bemüht haben. Dieses Gespräch war in vielerlei Hinsichten sehr aufschlussreich und ergänzend zu der Kampagne des WEISSEN RINGS.

k.-o. Tropfen – das sagt der Experte

In unserem Gespräch hat uns Kriminalkommissar S. dann erklärt, dass der ungewollte Konsum von k.-o. Tropfen oft auch im privaten Bereich stattfindet und nicht unbedingt nur in Diskotheken oder anderen öffentlichen Locations. Da die Wirkung der Tropfen nicht sofort, sondern erst einige Zeit später eintritt, muss das Opfer unter ständiger Beobachtung des Täters stehen, damit dieser sein Ziel erreicht. Sehr oft haben die Täter sexuelle Absichten. Trotzdem kann das Ziel des Täters natürlich variieren. In Ländern mit viel Touristik wäre ein denkbares Motiv zum Beispiel auch ein Raubüberfall.

Auf einer privaten Party, auf welcher man die Gäste meist kennt und selten Verdacht schöpft, gelingt eine ständige Beobachtung und spätere Isolierung des Opfers, zum Beispiel um sexuellen Missbrauch zu begehen, natürlich eher als in einem Club, in dem das vermeintliche Opfer schnell wieder in Gesellschaft von Freunden sein kann.

Wir finden dies sehr aufschlussreich, denn gerade auf privaten Partys achtet man vermutlich weniger auf seine Getränke, als in Clubs. Es ist also sehr zu empfehlen, auch in solchen Situationen die Tipps und Tricks des WEISSEN RINGS zur Prävention solcher Straftaten zu befolgen.

Neben den Tipps für Opfer, finden wir es allerdings auch wichtig die Rolle eines möglichen Beobachters genauer zu betrachten. Deshalb fanden wir besonders interessant, was die Polizei in einer solchen Situation rät.

Was mache ich, wenn ich beobachte, wie jemand k.-o. Tropfen in ein Getränkt mischt?

Kriminalkommissar S. legt dir vor allem eins ans Herz: Ruhe bewahren. Versuche das Opfer vom Täter zu isolieren. Das Getränk sollte ebenso unbemerkt isoliert werden, damit niemand anders geschädigt wird. Dann solltest du auf jeden Fall einen Krankenwagen rufen und deinen Verdacht auf k.o.-Tropfen äußern, denn die Tropfen sind nur schwer und auch nur kurz nachweisbar, sodass gezielt Blut- und Urinproben entnommen und getestet werden müssen. Andernfalls könnte der Eindruck entstehen, dass es sich lediglich um zu viel Alkohol oder andere Drogen handelt. Die Polizei sollte natürlich ebenfalls informiert werden, um den Täter zu fassen und zur Rede zu stellen.

Das Thema k.-o. Tropfen kann wirklich jeden betreffen. Deshalb halte immer die Augen offen und passe gut auf dich auf! Wenn du möchtest, kannst du den WEISSEN RING übrigens auch selbst unterstützen.

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